In sieben multimedial aufbereiteten Stationen folgten am 15. April die Schüler/innen der vierten Klassen und der Ethikgruppe den Spuren der jüdischen Mitmenschen aus der engeren Heimat. Ein animierter Kurzfilm nahm auf eine Zeitreise mit, auf dem Pixel-Sense-Tisch konnten konkrete menschliche Schicksale einerseits in die Vernichtungslager und andererseits in die Fluchtländer nachverfolgt werden, es gab Essen zu verkosten und im eigens aufgebauten Zelt erfuhren die Workshopteilnehmer, wie Juden selbst ihr Schicksal religiös gedeutet haben. Die Frage nach dem Versagen Österreichs als Bollwerk gegen den Nationalsozialismus wurde ebenso bearbeitet wie die, ob Österreich heute ein Bollwerk gegen neue Formen des Rassismus sei. Auf spielerische Weise kamen die Workshopteilnehmer/innen auch mit dem hebräischen Alphabet in Berührung. Nach der intensiven Arbeit der Kleingruppen an den Stationen wurden alle neuen Erkenntnisse nochmals in einer Millionenshow zusammengetragen, die von Ybbser IT-HTL-Schüler/innen mit spezieller Software beeindruckend aufbereitet wurde. Mastermind dieser umfassenden interaktiven Präsentation jüdischer Geschichte ist Dr. Hannes Kammerstätter aus Wieselburg, der im Jahr 2012 sein dreibändiges Werk „Tragbares Vaterland“ im papercomm-Verlag herausgegeben hat. Der Autor war an zwei Stationen selbst aktiv beteiligt und konnte dort sein umfassendes Wissen zur Geschichte der jüdischen Menschen des Mostviertels einbringen. Ihm und der den Workshop betreuenden Maturaprojektgruppe der IT-HTL-Ybbs sprach Religionslehrer Dr. Wagner Dank und Anerkennung aus.

























































