EU – Jugendkino: Filme zum Holocaustgedenken im Religions- und Ethikunterricht

Der Film DIE HEBAMME wurde im Mai  in den Klassen 2AK, 3AK und 4AK eingesetzt, der Film MAUTHAUSEN – ZWEI LEBEN im Ethikunterricht.

Stanis?awa Leszczy?ska, die Protagonistin des Films DIE HEBAMME, arbeitete schon vor dem  Zweiten Weltkrieg als Hebamme in der polnischen Stadt Lodz. Nach der Einrichtung des jüdischen Ghettos durch die Nationalsozialisten beschlossen Stanis?awa und ihre Familie, der im Ghetto lebenden jüdischen Bevölkerung durch Schmuggel von Lebensmitteln und falschen arischen Papieren zu helfen. Stanis?awa hat auch mehrere Jüdinnen aus dem Ghetto entbunden. 1943 wurde die Untergrund-Tätigkeit der Familie Leszczy?ski aufgedeckt. Stanis?awa wurde zusammen mit ihren jüngeren Kindern – Sylwia, Stanis?aw und Henryk – von der SS festgenommen. Nur Stanis?awas Mann und ihr Sohn Bronis?aw konnten der Gefangennahme durch Flucht entgehen. Stanis?aw und Henryk wurden von den Nazis als Sklavenarbeiter in die Steinbrüche des Konzentrationslagers Mauthausen-Gusen geschickt, Stanis?awa und ihre Tochter Sylwia ins KZ Auschwitz gebracht. Dort konnte Stanis?awa dank der eingeschmuggelten Berufspapiere beweisen, dass sie eine Hebamme ist und wurde daraufhin der Entbindungsstation zugewiesen. Unter unmenschlichsten Bedingungen half sie rund 3000 Frauen mit größter fachlicher Kompetenz und menschlicher Wärme bei der Geburt. Sie missachtete mutig dem Befehl Mengeles, die Kinder sofort nach der Geburt dem Tod preiszugeben. Sie erlebte die Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Jänner 1945 und lebte noch bis 1974.

Schülerstimmen nach dem Film:
„Wie sich die Hebamme unter widrigsten Bedingungen und unter Einsatz ihres Lebens für die Mütter mit ihren Kindern eingesetzt hat, hat mich zutiefst beeindruckt. Ich finde es äußerst wichtig, diese Geschichten der Nachwelt zu überliefern.“
„Ich bewundere den Mut, wie sie dem berüchtigten Mengele ihr NEIN gesagt hat. Für sie war Mensch gleich Mensch, das sollten wir uns ganz gut merken!“

„Bei menschenrechtswidrigen Entwicklungen sollte man immer dagegen sein!“

 

Im Film MAUTHAUSEN – ZWEI LEBEN kommen der Bruder von Stanislawa, Stanislaw Leszczy?ska, als Mauthausenüberlebender und Franz Hackl, der als Jugendlicher in den Mauthausener Steinbrüchen eine Lehre absolviert hat, zu Wort. Aus zwei verschiedenen Perspektiven entstehen neue Sichtweisen auf die Innenwelten der nationalsozialistischen Vernichtung im KZ-Mauthausen.   

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